Schimmel durch Bauschäden:
- Feuchtigkeit aus dem Baugrund: Grundwasser, Regenwasser.
- Fehlende Sperrschicht gegen aufsteigende Feuchtigkeit.
- Konstruktive Mängel (z. B. Wasser dringt unkontrolliert über das Dach ein), Leckagen an Rohrleitungen u. a.
Durch Bewohner:
- Mangelhafte Lüftung.
- Kalte Räume (z. B. Schlafraum) werden mit der Luft wärmer und/oder feuchter Räume (z. B. Wohnzimmer) mit geheizt (warme Luft kühlt sich ab, dabei fällt Feuchtigkeit aus).
- Kellerlüftung im Sommer (warme Außenluft kühlt sich ab, dabei fällt Feuchtigkeit aus).
- überdurchschnittliches Feuchtigkeitsaufkommen durch Duschen, Baden, Kochen; extrem viele Pflanzen
- Schimmel durch fehlende Beachtung bauphysikalischer Grundlagen
- Verwendung von Baustoffen, die nicht hygroskopisch und diffusionsfähig sind.
- Kondenswasserbildung an der Innenseite des Mauerwerks: flächig durch schlechten U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient), punktuell durch Wärmebrücken (auskragender Balkon, Hausaußenecken, Fensterlaibungen, Heizkörpernischen …).
- Innendämmung (Taupunkt zu weit innen!).
Mögliche Folgen:
- Gesundheitsrisiko durch giftige Pilze, deren Sporen und Gifte (= Mykotoxine). Mögliche Krankheitsbilder: Lungeninfektion, Atemwegserkrankungen, Mykosen, Haut- und Schleimhautschäden, Organschäden,
- Beeinträchtigungen des Immun- und zentralen Nervensystems, Krebs, Erbschäden u. a. Auch ein schlechtes Raumklima, z. B. kalte Wände, kann Krankheiten auslösen, z. B. Rheuma, Gicht, Erkältungskrankheiten, Sinusitis (oft auch chronisch).
- Unangenehmer Geruch (negative Auswirkung auf das Wohlbefinden wird meist unterschätzt).
- Günstige Bedingungen für Insekten, Bakterien, Milben (Krankheitserreger).
- Zerstörung der Bausubstanz (Aktivierung von Salzen, Frost, Pilze, Korrosion), auch der Möbel, Kleidung u. a.
- Höherer Heizbedarf, da sich durch erhöhte Mauerwerksfeuchtigkeit die Wärmedämmung verschlechtert.